Rechtsanwalt Dirk Vollmer
-    die digitale Kanzlei für Familienrecht und Erbrecht in Karlsruhe

familienrecht.


Ich berate und vertrete Sie in allen Angelegenheiten des Familienrechts. Zum Familienrecht zählen unter anderem Unterhalt, Scheidungsrecht, Versorgungsausgleich, Güterrecht und Vermögen, Nutzungsverhältnisse an der Ehewohnung, Hausrat, Betreuungsrecht, Namensrecht.

Diskretion ist für mich im Familienrecht nicht nur eine berufsrechtliche Pflicht des Anwalts, sondern eine Selbstverständlichkeit. Ich habe kein Wartezimmer, sondern vergebe Termine immer passgenau. Ich biete Ihnen auf Anfrage Möglichkeiten der Kommunikation auf gesichertem Wege, bis hin zum passwortgeschützten Zugriff auf Ihre elektronische Akte weltweit (onlineAkte).


Familienrecht in der Krise

Nicht erst für die Durchführung des Ehescheidungsverfahrens ist ein erfahrener Fachanwalt für Familienrecht gefragt, denn in den meisten Fällen geht es nach der Trennung nicht nur um die Scheidung, sondern es sind Regelungen erforderlich zum Kindes- und Trennungsunterhalt, zur Vermögensauseinandersetzung, zum Umgangs- und Sorgerecht, usw.

Wir analysieren gemeinsam Ihre persönliche Situation und Wünsche. Im Krisenfall entwickeln wir klare Strategien und verschaffen Überblick. Auch wenn die Vorstellungen der Ehegatten / Lebenspartner sehr weit auseinander liegen und der Streit eskaliert, richte ich im Familienrecht den Fokus auf außergerichtliche Verhandlungen. Denn: eine umfassende Regelung der Trennungs- und Scheidungsfolgen vermeidet zeit- und kostenaufwändige Verfahren vor dem Familiengericht. Im Idealfall ist dann lediglich noch die Scheidung gerichtlich durchzuführen, weil bereits alles andere geklärt ist. Hier habe ich den regelmäßigen Ablauf des Scheidungsverfahrens beschrieben.


alternative Konfliktlösung

Ich fördere, wo es möglich ist, außergerichtliche Vereinbarungen der Ehegatten / Lebenspartner. Ist im Familienrecht eine Mediation gewünscht, werde ich zwar selbst nicht als Mediator tätig, begleite Sie aber während des Mediationsverfahrens. Wenn sich beide Seiten auf eine Mediation oder Schlichtung verständigt haben, ist die begleitende Beratung durch Ihren Familienanwalt umso wichtiger, um sich vor Übervorteilung zu schützen.



Wichtige Begriffe im Familienrecht

VERSORGUNGSAUSGLEICH

  • Soweit ehevertraglich nichts Abweichendes vereinbart ist, leben die Ehegatten in einer Versorgungsgemeinschaft. Kommt es zur Ehescheidung, sind die in der Ehezeit erworbenen Anrechte nach dem Halbteilungsgrundsatz aufzuteilen. Dies geschieht im Verfahren über den Versorgungsausgleich, das von Amts wegen jeweils parallel zur Ehescheidung betrieben wird. Relevant sind sowohl die gesetzlichen Ansprüche in der Deutschen Rentenversicherung als auch Ansprüche aus privaten Altersvorsorgeverträgen. Seit der Reform von 2009 wird grundsätzlich jedes Anrecht einzeln geteilt. Das Familiengericht soll allerdings Anrechte mit Ausgleichswerten unterhalb der gesetzlichen Bagatellgrenze nicht ausgleichen. Zudem steht den Ehegatten selbst noch im Scheidungsverfahren die Möglichkeit offen, Vereinbarungen zu treffen.

ZUGEWINNAUSGLEICH

  • Leben die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, haben sie zwar weiterhin ihr eigenes Vermögen; es besteht aber eine Pflicht, bei Beendigung des Güterstandes den Hinzuerwerb aufzuteilen. Stirbt ein Ehegatte, kommt es zu einer pauschalen Erhöhung des gesetzlichen Erbteils für den überlebenden Ehegatten. Kommt es zur Scheidung, ist auf Verlangen eines Ehegatten zu ermitteln, ob der Zugewinn des einen Ehegatten denjenigen des anderen Ehegatten übersteigt. Die hälftige Differenz der beiden Zugewinne kann dann als Ausgleich in Geld verlangt werden. Bei der Berechnung wird „bilanziert“, es wird also das jeweilige Vermögen bei der Heirat (nach Anpassung an das heutige Preisniveau) verglichen mit dem jeweiligen Endvermögen. Im Einzelfall können Korrekturen erfolgen, z.B. bei Erbschaften oder Zuwendungen in vorweggenommener Erbfolge. Solches Vermögen ist privilegiert, denn es wurde nicht in der Ehe erwirtschaftet. Die Ehegatten können in einem Ehevertrag weitreichende Vereinbarungen schließen, zum Beispiel den Zugewinnausgleich in bestimmten Fällen oder insgesamt ausschließen. Modifikationen sind auch möglich in der Weise, dass einzelne Vermögenswerte (Immobilien, Unternehmensbeteiligungen) von der Berechnung ausgenommen werden. Das Gesetz stellt noch die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft sowie den deutsch-französischen Wahlgüterstand zur Auswahl.

EHEVERTRAG

  • Die gesetzlichen Regelungen für die sog. Wirkungen der Ehe sind nicht immer passend. Die Ehegatten können vor und während ihrer Ehe notarielle Vereinbarungen treffen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. Möglich sind beispielsweise Abweichungen vom gesetzlichen Güterstand und Anpassungen des Versorgungsausgleichs. Denkbar sind auch Regelungen, die nur im Fall der Scheidung gelten sollen. Es besteht weitgehend Vertragsfreiheit – eine äußere Grenze bildet die Sittenwidrigkeit. Es kann auch sein, dass sich die Umstände seit Vertragsschluss so wesentlich geändert haben, dass später eine vertragliche Regelung einer richterlichen Prüfung nicht mehr standhält.

ERWERBSOBLIEGENHEIT

  • Im Unterhaltsrecht müssen Gläubiger und Schuldner sich so verhalten, dass sich die Unterhaltsvoraussetzungen nicht zu Lasten des Gegners verändern. Es gibt z.B. die Obliegenheit, steuerliche Entlastungen in Anspruch zu nehmen. Die Erwerbsobliegenheit besteht z.B. bei getrennt lebenden Ehegatten regelmäßig nach Ablauf des Trennungsjahres, d.h. dann muss ein Ehegatte, der bisher nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig war, eine Arbeit erstmalig aufnehmen oder ausweiten. Anders als bei einer gesetzlichen Pflicht kann der Gegner die Erfüllung einer Obliegenheit nicht einklagen oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Die Ahndung erfolgt anders: Wer seine Obliegenheit vorwerfbar verletzt, muss sich so behandeln lassen, wie wenn er sich ordnungsgemäß verhalten hätte. Bei der Erwerbsobliegenheit kann deshalb mit einem fiktiven Erwerbseinkommen gerechnet werden und dadurch kann die Unterhaltshöhe variieren.

SELBSTBEHALT

  • Unter Selbstbehalt versteht man die finanziellen Mittel, die einem Unterhaltsverpflichteten bleiben müssen, damit dieser seinen eigenen Lebensbedarf decken kann. Der Unterhaltsanspruch entfällt, soweit der Unterhaltsschuldner zu wenig hat, als er für seinen eigenen Unterhalt und die angemessene Bedienung von sonstigen Verbindlichkeiten braucht. Die Familiensenate der Oberlandesgerichte schlagen Beträge vor, z.B. in der Düsseldorfer Tabelle und in unterhaltsrechtlichen Leitlinien (z.B. SüdL), die allerdings auf statistischen Grundannahmen beruhen und von der Realität entfernt sind. Der Selbstbehalt, der einem zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichteten erwerbstätigen Elternteil hiernach verbleiben muss, liegt beispielsweise aktuell bei 1.160 € (Stand: 01.01.2020). Darin sollen alle normalen Lebenshaltungskosten enthalten sein (Wohnung, Auto, Essen, usw.). Wegen der oft unvermeidlich hohen Unterkunftskosten ist anerkannt, dass der Selbstbehalt im Einzelfall erhöht werden kann. 


 
 
 
 
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